Gestern habe ich mich aufgemacht, mal nicht Super League, sondern 1. Liga-Fussball zu schauen. Der Stadtberner Club FC Breitenrain hat den FC Tuggen aus dem Kanton Schwyz im Rahmen der Cup 1/16-Finals empfangen. Der FC Tuggen gewann das Spiel etwas glücklich, aber nicht unverdient mit 1-2.
Im altehrwürdigen Spitalacker-Stadion (na ja, hat nur eine kleine Holztribüne) begannen beide Mannschaften animiert und mit Elan. Bereits nach wenigen Minuten stand es 1-1. Vor der Pause pfiff der Schiedsrichter einen Penalty. Doda trat an und Breitenrain-Torhüter Portmann konnte zwar den Strafstoss halten, war aber beim Nachschuss chancenlos. Mit einer 2-1 Führung für den FC Tuggen ging es in die Pause und so endete das Spiel auch. Daran änderte auch ein starker Schlusspurt der Stadtberner nichts, die in den letzten 10 Minuten einige hockarätige Chancen versemmelten.
Trotz der etwas enttäuschenden Zuschauerzahl (436 “Fans”) bot das Spiel Cupatmosphäre, da es immer wieder zu hitzigen Spielszenen kam. Man merkte den Spielern an, dass es um etwas ging und eine nächste Cuprunde gegen einen hochkarätigeren Gegner winkte. Zudem sorgten die im Extracar angereisten Tuggen-Fans mit rythmischem Bandentrommeln immer wieder für Stimmung. Der sonnige Nachmittag, gute Bratwürste und frisch gezapftes Bier sorgten für einen gelungenes Rahmenprogramm während dem Cupkampf. Es muss eigentlich nicht immer Super- oder Challenge-League sein, guten Fussball gibt es auch in der 1. Liga. Und wenn es um etwas geht, umso besser. Schade nur kann ein 1/16-Final nicht mehr Zuschauer mobiliseren. Die Spieler und die nette Bierfrau hättens verdient gehabt.




